***susa's blog***

dieser blog dient derzeit mal hauptsächlich um die essays für mein geschichte tutorium zu veröffentlichen -aber schaun wir mal was sonst noch alles, im laufe der zeit hier reinkommt!;)

Friday, January 13, 2006

essay die zweite: Boas und Nachfolger

Franz Boas

Boas als Person und sein Werdegang:
In den Vereinigten Staaten wird er oftmals der „Vater der Anthropologie“ genannt. Jedoch will ich mich zuerst mit ihm als Person und seinem Leben beschäftigen da ich denke, dies ist eine wichtige Einleitung zum Verständniss seiner Arbeit.

Franz Boas wurde 1858 in Monnen, Westfahlen als Sohn einer jüdisch-deutschen Familie geboren. Früh interessierte er sich schon für fremde Kulturen und deren Sitten. Sein Onkel, der Kinderarzt, Abraham Jocobi war aktives Mitglied während der demokratischen Revolutin 1848 und wandere in Folge nach Amerika aus. Dies erweckte bei Boas erste Neugier nach dem Land in weiter Ferne. Doch vorerst hielt in noch viel in seinem sehr geliebten Deutschland.

Er studierte Geographie, Mathematik und Physik, in Heidelberg, Bonn und Kiel. Seine Liebe zu Deutschland spiegelte sich durchaus patriotisch wieder und er gehörte der Burschenschaft „Alemannia“ zu. Er war ein sehr aktives Mitglied der Gemeinschaft und durchaus auch an Fechtkämpfen beteiligt von denen er Narben im Gesicht auf ewig mitsichtrug. Er war Schrift-und Kneipenwart der Studentenverbindung und wehrte sich stark gegen antisemitische Aussagen anderer Brüderschaften.

1881 ging er dann auf ein Jahr freiwillig zum Militär.

1882 begann er sich intensiv auf seine erste Expedition im nördlichen Pölargebiet vorzubereiten und zog zu diesem Zweck nach Berlin. Diese Stadt eröffnete ihm neue Kontakte und Austauschmöglichkeiten. Er trat verschiedenen Gesellschaften bei wie z.b. der „Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin“ oder der „Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte“ nebenbei finanzierte er sein Leben als Journalist, dies kam ihm bei seinen späteren zahlreichen Publikationen sicher zugute.
Die Zeit zwischen 1883-84 verbrachte Boas auf seiner ersten Feldforschung in Kanada, wo er sich mit den Inuit beschäftigte. Aus dieser intensiven ersten Forschungsreise entstand später das Werk „The Central Eskimo“.

Nur 2 jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland beschloss er, wegen Antisemetismus und politischer Unzufriedenheit in die USA zu emigrieren. Dort begann er die Indianer an der Nordwestküste der USA zu erforschen, arbeitete später an den Universitäten in Massachusetts und Illinois bis er dann 1899 Professor an der University of Columbia wurde. Er wurde zum Spezialisten der Kwakiutl, einer sesshaften Wildbeutergesellschaft an der NW- Küste Nordamerikas.

Er starb im Jahre 1942 in New York.
[1]

Boas Ansatz und die Weiterführung seiner Nachfolger:
Boas und seine Schülerinnen und Schüler änderten die nordamerikanische Anthropologie nachhaltig

Bekannt geworden ist Boas durch seinen "Kulturrelativismus"
Jede Kultur ist relativ und nur aus sich selbst heraus zu verstehen.
Er entwickelte einen historischen Partikularismus: Jede Kultur habe ihre eigene Geschichte und Entwicklung. Man solle nicht versuchen, ein allgemeines Gesetz zu machen, wie sich Kulturen entwickeln. Damit konterte er dem Evolutionismus von Lewis Henry Morgan. [2]

Der Evolutionismus beschreibt Wildbeutergesellschaften immer als unterste Entwicklungsstufe mit einem harten Leben, ohne Luxus, wo nur der tägliche Kampf ums Überleben herrscht. Boas fand aber bei den Kwakiutl eine ganz andere Situation. Somit fiel Boas die Unstimmigkeit von Lewis Henry Morgans Theorie auf und dies bewegte ihn zu harter Kritik.[wikipedia]

Er wollte, dass man die Kultur als funktionales Ganzes betrachtet und dennnoch ging er davon aus, dass jede einzelne nur aus sich selbst heraus zu verstehen sei und das Resultat ihrer eigenen Geschichte und Entwicklung sei. Er betonte die Vielfalt von Kulturen und sah es als nicht sinnvoll zwei zu vergleichen. Dennoch sah er die Kultur als funktionales Ganzes? à ja denn er ging davon aus, dass jede Kultur die gleichen Grundbedingungen und Fähigkeiten habe, jedoch von Kontext und Umwelt geprägt würde. [3]

Die 2 Grundgedanken seiner Schule waren

1. „Kultur ist wie Sprache“ & 2. „Four field approach“
1à Man vesteht eine Srache nur wenn man sie lernt und sie eröffnet einem eine Kultur. Genauso ist es mit einer Kultur.

2à Biologische-, Archäologische, Linguistische- und Soziokulturelle Anthropologie, vier Teilbereiche, die in Verbindung stehen und die Anthropologie ausmachen.

Boas betrieb teilweise einen „starken-“ aber auch oftmals einen „schwachen Kulturrelativismus“. Seine Schüler griffen seine Grundgedanken auf und arbeiteten jedoch entweder in die Richtung des „harten Kulturrelativismus“, wie R. Bennedikt und A.Kroeber oder in die des „weichen Kulturrelativismus“ wie Lowie („History of Ethnological Theory“).

Was ist nun der Unterschied?
Die sogenannt „harten Kulturrelativisten“ gehen davon aus, dass die Besonderheit jeder Kultur so groß ist, dass sie kaum vergleichbar sind. Sie verabsolutieren den Unterschied zwischen Kulturen und ihrer Ansicht wurde oft ein ethnozentrischer Beigeschmack vorgeworfen.

Die „schwachen Kulturrelativisten“ meinen, es gibt in jeder Kultur Besonderheiten, jedoch ist es auch sehr wichtig die Geimeinsamkeiten zu sehen.

Die Universalisten standen in krassem Gegensatz zu Kulturrelativisten. Denn sie interessierten die Besonderheiten einer Kultur überhaupt nicht, sondern nur die Gemeinsamkeiten. [4]

Nun zu Boas Schülern, die erste Generation (Lowie, Kroeber, Kluckhohn) befasste sich mit ausgewählten kulturellen Teilbereichen, wie mit Prozessen des kulturellen Wandels und der Diffusion mit Verwandtschaft, Mythos und Religion, zum Teil in verallgemeinernder Form. [5]
Ab den 20er Jahren begann, die zweite Genaration, innerhalb des Kulturrelativismus auf spezialisierte methodische Ansätze einzugehen. Daraus entstanden, als bleibende Beispiele, die Kulturrelativistische Ethnohistorie, die „culture and personality school“ und die ethnoscience mit ihren Folgen.
Die „culture and personality school“, gegründet von Sapir, bildete lange Zeit das vorherrschende Theoriegebilde des „harten Kulturrelativismus“, doch führte zu einer gewissen wissenschaftlichen Erstarrung, Denn es wurde in der Öffentlichkeit und den Nachbardisziplinen zu einem Markeinzeichen und Aushängeschild der Anthropologie.

„Weil die Anthropologie weltweit seit über 45 Jahren mit einem Konzept herumzuschlagen hat,das man fälschlicherweise noch heute zuschreibt, sei auch an dieser Stelle nachdrücklich unterstrichen: Ein Konzept von Kultur als homogener Ganzheit, die über Schlüsselsymbole integriert ist und nur für ihre Angehörigen Sinn macht, ist seit fast einem Jahrhundert wissenschaftlich völlig überholt.“ [6]

Im wesentlichen griffen die „culture and personality“ Arbeiten, das Boassche- Grundkonzept, von Kultur als kohärenter, lokaler oder regionaler Ordnungsgröße auf und betonten dabei, im Unterschied zur Ethnohistorie, vorallem dessen konstante Elemente. Sapir arbeitete mit der Annahme von organisierten Mustern und wendete diese auf die Analyse von Sprache, Kultur und Persönlichkeit an. Verdienst dieser Forschungsrichtung waren Themen wie, weibliche Lebenswelten, Geschlechterbeziehungen, Sexualität und Kindheitsprägung endlich in die anthropologische Forschung zu integrieren. Hier stösst man auch auf die zwei wichtigsten weiblichen Schülerinen von Boas, M.Mead und R.Benedict. [7]

Benedict und auch Mead erstellten während des Zweiten Weltkrieges sogenannte Nationalcharakterstudien zu diesem Zweck entwickelten eine Methode, um unerreichbare Kulturen aus der Ferne analysieren zu können, die „study of cultures at a distance“ [8]

Als weiterführung von „weichem Kulturrelativismus“ können die Cognitive science und die Ethnohistorie verstanden werden und sind noch heute annerkannt und angewandt in der nordamerikanischen Anthropologie.

Abschließend ist zu Franz Boas zu sagen, dass er und seine Arbeit eine sehr wichtige Bedeutung in der Geschichte der Kultur und Sozialanthropologie haben. Er führte von der Evolutionistischensichtweise weg und rückte die Feldforschung und die Sprache in den Vordergrund. Oftmals kritisierte man ihn, da er keine sinnvolle Verallgemeinerung der Ethnologie zuließ. Jedoch gehörte er auch zu den ersten, die sich aus eigener Anschauung den künstlerischen Ausdrucksformen außereuropäischer Gesellschaften zuwandten. Er ordnete Masken und andere Objekte, aber auch Tänze, der von ihm erforschten Kwakiutl, nicht einem universal geschichtlichen Muster unter, sondern versuchte sie aus dem von ihm beobachteten Gebrauch im Alltag, ihrer rituellen Handlungen und aus dem damit zusammenhängenden Mythen zu verstehen. Ihm ging es als einer der Ersten seiner Zeit um eine emische Perspektive. [9] Sein „schwacher Kulturrelativismus“ berreichert die KSA sicher noch heute und ist nicht wegzudenken.

Quellen: [1] Wikipedia: Cultural Anthropology; Franz Boas. + Der grosse Brockhaus: Kulturrelativismus, F.Boas + http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html + Silverman, Sydel (2005): The Boasians and the Invention of Cultural Anthropology. In: Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin & Sydel Silverman: One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American Anthropology. Chicago: The University of Chicago Press, S. 257-274

[2] Wege zur transkulturellen Analyse. Über die Paradigmenwechsel euro-amerikanischer Sozial und Kulturanthropologie im 20.Jhd - „Kulturrelativismus“ S. 3ff
+Wikipedia: Franz Boas

[3] Wikipedia + Vo Gingrich +
Wege zur transkulturellen Analyse. Über die Paradigmenwechsel euro-amerikanischer Sozial und Kulturanthropologie im 20.Jhd - „Kulturrelativismus“ S. 3ff

[4] VO Einführung in die Geschichte der Kultur und Sozialanthropologie Gingrich 11.1.06

[5]+[6]+[7] Wege zur transkulturellen Analyse. Über die Paradigmenwechsel euro-amerikanischer Sozial und Kulturanthropologie im 20.Jhd - „Kulturrelativismus“ S. 3ff

[8] Silverman, Sydel (2005): The Boasians and the Invention of Cultural Anthropology. In: Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin & Sydel Silverman: One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American Anthropology. Chicago: The University of Chicago Press, S. 257-274.

[9] Fischer/Beer Einführung und Überblick, Ethnologie S.224-226

Thursday, November 24, 2005

mein erstes essay- EVOLUTIONISMUS

Evolutionismus

„Die Entstehung und Entwicklung einfacher Systeme hin zu Komplexem so wie deren Weiterentwicklung oder Verfall“

In der zweiten Hälfte des 19. Jhd. drehte sich in der Ethnologie alles um den Evolutionismus.
Die Ethnologen wurden einerseits von dem Zeitalter der Aufklärung und der fortschreitenden Industralisierung sowie durch die Evolutionstheorie Charles Darwins, die sie jedoch teilweise missverstanden, inspiriert.
Die Grundannahme des Evolutionismus bezieht sich darauf, dass sich Kulturen vom Einfachen zum Komplexen hin entwickeln und dabei verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen. Man geht nun davon aus, dass diese Entwicklungsstufen bei allen Gesellschaften diegleichen seien, sich diese jedoch verschieden schnell entwickeln und durch diese Annahme findet man Geselschaften in allen Entwicklungsstadien. Als höchste Stufe wird nun die westliche, industralisierte Kultur gesehen. Diese soll der Innbegriff der Zivilisation sein, alle anderen Stufen seien nur Etappen auf einem Weg zu der wertvollsten und erstrebenswertesten. [1]

Darwins Evolutionstheorie inspirierte viele Wissenschaftler und Denker anderer Fachgebiete, jedoch wurde sein Grundgedanke oft falsch aufgegriffen und neu deffiniert. Er untersuchte im Grunde die Entstehung der Arten, seine Theorie beschränkte sich Anfangs nur auf Tiere und es dauerte, bis er sich wagte sie auch auf Menschen umzumünzen. Jedoch kam er dann zu dem Punkt, dass der Mensch eine Spezies mit eigener Entwicklungsgeschichte sei. Für ihn war Charles Lynells geologisches Modell eine wichtige Ausgangsbasis seiner Überlegungen, genau wie für die Ethnologen, die sich mit diesem Thema beschäftigten. Hier kam es schon zu den ersten Konflikten mit der Kirche, denn das Modell bewieß, dass die Erde und die Menschheit weit älter waren als die biblischen Zeitvorstellungen der Schöpfung es zuließen.

Darwin vertrat 4 Hypothesen, auf denen seine Evolutionstheorie aufgebaut ist, an ihnen ist schön zu erkennen, dass zum Beispiel L. H. Morgan später zum Teil an Darwin anknüpfte.

1, Veränderlichkeit: Die Welt ist demnach nicht unveränderlich, sondern unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.
2, Gemeinsame Abstammung: Alle Organismen stammen durch einen kontinuierlichen Verzweigungsprozess von gemeinsamen Vorfahren ab.
3, Allmählichkeit der Evolution: Die Evolution erfolgt nach Darwin stets allmählich und nicht in Sprüngen.
4, Natürliche Auslese: Die am besten angepassten Individuen zeugen am meisten Nachkommen, dadurch werden schlechter Angepasste verdrängt. Abänderungen, welche weder vorteilhaft noch von Nachteil sind, werden von diesem Prozess nicht berührt. [2]

Nun zu den wichtigsten Vertretern des Evolutionismus:
*Henry Sumner Maine
*Johann Jakob Bachofen
*John Ferguson McLennan
*Augustus Pitt-Rivers

*Lewis Henry Morgan (1818-1881) untersuchte die Verwandschaftssysteme der Irokesen, der Ojibwa und der Tamilen. Er fand Paralellen und nahm dies als Beweiss für eine geimeinsame Abstammungsgeschichte aller Völker. Sprich, alle hatten an derselben Stufe begonnen, er teilte diese nun in drei ein: Wildheit - Barbarei- Zivilisation, ausserdem ging er davon aus , dass zu Beginn alle Völker matriarchal seien und die höchste Entwicklung, die Veränderung zu einer partiarchalen sei. Morgans Theorie ist vom heutigen Standpunkt aus veraltet, häufig kritisiert und nicht mehr zutreffend, jedoch sind einige seiner Thesen vorallem im Wirtschaftsbereich absolut noch relevant und wichtig, jedoch nimmt man von seinen Begriffen heute Abstand. [3]


*Edward Brunett Tylor(1832–1917) beschäftigte sich mit einer methodischen Überlegung, er teilte die Kultur in Fragmente und die Fragmente in Gruppen um später vergleichen zu können, doch definierte er nicht wie sich diese kulturellen Einheiten einteilten. [4]

*James George Frazer(1854–1941), Schüler Tylors, nahm sich mehr der religiösen Aspekte, als der wirtschaftlichen an.
Von der Magie und des Aberglaubens her bis hin zur Wissenschaft, denn beide richteten sich nach der religiösen Entwicklung einer Gesellschaft, … dadurch waren bei ihnen weniger die Einsichten bleibend sondern vielmehr die Begriffe. Sie waren sinnvoll, jedoch ihre Erklärungen nicht brauchbar.
Animismus, Totemismus, Poly-, Monotheismus


Tylor entwickelte und definierte drei wichtige Dinge, erstens: das Konzept der Survivals, welches überdauerte Kulturreste bezeichnet, die mit der gegenwärtigen Gesellschaftsform nichts zu tun haben, aber Rückschlüsse auf vergangene Zeiten zulassen sollen.
Zweitens stellt er eine klare Kulturdefinition auf: er erklärt den Begriff Kultur als Gesamtheit der menschlichen Manifestationen (Sitten, Religion, Sprache, Wirtschaft, Verwandtschaftsverhältnisse) und drittens geht er wie Morgan von einer Entwicklung des Einfachen zum Komplexen in drei Stufen aus. [5]

Kritik
Der Evolutionismus wurde viel kritisiert. Am häufigsten in einem Punkt, man wirft den Vertretern eine ethnozentristische Einstellung vor, sie tendierten dazu ihre eigene Kultur an die Spitze zu stellen. Sie sahen also die eigene Kulutur als die höchste der Menschheit und hielten nur den eigenen Weg für richtig. Dies diente mehr der Propaganda als der Wissenschaft, und sie leugneten Sklavenhandel und Kolonialismus die andere Kulturen behinderten und zerfallen ließen. Sie wollten anderen Kulturen das eigene europäische Weltbild aufzwingen und hatten die Überzeugung man könnte so den „Wilden“ helfen sich von iher Entwicklungsstufe fortzuentwickeln. Darüber hinaus wurde Material häufig selektiv verwendet, sodass abweichendes empirisches Material bei der schnellen Theoretisierung und Generalisierung vernachlässigt wurde. Ein weiterer Kritikpunkt ist der diffusionistische Prozesse (Diffusionismus), d.h. die Übernahme bestimmter kultureller Elemente aus anderen Gruppen, dies wurde vernachlässigt. [6]
Weiters ist es problematisch, wenn man von einer allzu biologischen Beurteilung des Menschen ausgeht und zu schwach von einer soziokulturellen, denn das Wechselspiel zwischen beiden Faktoren ist sehr wichtig.
Ein Konfliktpunkte war auch, dass weder die Evolutionstheorie noch der Evolutionismus sich mit den christlichen, jüdischen und islamischen Ansichten einer göttlichen Schöpfung vereinbaren liesen. Die fanatischten Gegener waren die Creationists in den USA, die die Schöpfungslehte als ausschließliche Lehre sahen. (Atrikel unten angefügt) [6]


Der Versuch des Evolutionismus des 19. Jahrhunderts, mit allgemeinen evolutionären Prinzipien die Entwicklung von Gesellschaften zu erklären, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom historischen Partikularismus als unwissenschaftlich zurückgewiesen, der darauf bestand, dass jede Kultur ihre eigene Geschichte und Entwicklung habe. Der Neoevolutionismus formulierte seine wissenschaftlichen Grundlagen unter dem Eindruck dieser Kritik neu, so dass sie zeitgenössischen wissenschaftlichen Ansprüchen genügten. Für den Neoevolutionismus ist die empirische Belegbarkeit von entscheidender Bedeutung. Im Gegensatz zu den klassischen Ansätzen, die maßgeblich auf Werturteilen und Vermutungen aufbauten, stützt sich der Neoevolutionismus auf mess- und nachprüfbare Informationen um den Prozess der kulturellen Evolution zu analysieren. Die Neoevolutionisten richten ihr Augenmerk auch auf die Bedeutung von Umwelt und technologisierten Faktoren auf die Kultur und Gesellschaften [7]

Um die Jahrhundertwende erfolgte eine Abwendung vom Evolutionismus und man begann nach neuen Modellen zu suchen. Erstens, in der amerikanischen Anthropologie, in die von Franz Boas entwickelte Richtung des Kulturrelativismus, die die Bewertung einer Gesellschaft auf einer evolutionistischen Werteskala entschieden ablehnen und im Bereich der britischen Sozialanthropologie, nach einem kurzen Zwischenspiel des Diffusionismus, in die Richtung des von Malinowski und Radcliff-Brown geprägten Funktionalismus. [8]

Der Evolutionismus ist eine Fehlentwicklung. Jedoch entstanden dadurch viele interessante Disskusionen zwischen der KSA und den Naturwissenschaften, und durch eine solche beginnt eine Wissenschaft erst zu leben. In der Biologie und Psychologie ist er bis heute nicht wegdenkbar. Weiters ergab sich eine immense Ansammlung von ethnographischem Matrial und wichtige Fragestellungen wurden angesprochen. Was jedoch mir persönlich am wichtigsten erscheint ist, dass die Feststellung da war, dass grundsätzlich alle Menschen gleich sind. Denn noch im Mittelalter wurde diskutiert, ob die Mitglieder bestimmter Gesellschaften überhaupt als Menschen anzusehen seien. Ich denke man darf überhaupt die Vertreter des Evolutionismus nicht voreilig verurteilen, natürlich ist ein Stufensystem mit unserer Kultur an der Spitze von unserem heutigen Standpunkt aus unmöglich zu aktzeptieren…jedoch musste bis zu dieser Erkenntniss auch erst ein Weg vorgebaut werden. Dadurch, dass sie begannen mit Theorien, konnten sie kritisiert werden und für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir unsere Kultur nicht als die wertvollste sehen dürfen. Jedoch mussten bis zu dieser Erkenntniss viele Kriege, Disskusionen und diskriminierende Ereignisse passieren. Und gehen wir davon aus, dass keiner mehr in diese Richtung denkt? Nein…sonst würden wir nicht in Dokumentationen, Medien und Musik von Völkern, Staaten, Gruppierungen sprechen die sich selbst für vollkommener als andere halten. Es wäre nicht täglich present, welche Forderungen Staaten erfüllen müssen um zu Unionen, Vereinigungen usw. beitreten zu können - wie sie sich anpassen sollten. Die Thesen des Evolutionismus sind unhaltbar, doch wir finden sie auch heute noch…es ist fraglich ob und wann jegliche ethnozentrischen Sichtweise abgelegt wird.
Al


„Feldzug gegen den "Evolutionismus": Unterstützung von ganz oben
George Bush, der neue US- Präsident unterstützt die Bewegung der Kreatonisten bei ihren Weg an Schulen und Unis in den USA. Die Bibel gilt als verbindliche Schöpfungsgeschichte und am Berg Ararat wird nach der Arche Noah´s gesucht.
Auf ihrer Internet-Seite steht im O-Ton folgendes:'Unsere Welt, unsere Kirche, unsere Schulen, unsere Gesellschaft brauchen die Wahrheit der Schöpfung mehr denn je, wir erleben, daß das falsche Denken der Evolution in allen Bereichen des Lebens Verheerungen anrichtet'“ [artikel geo.de]
So begründet das ICR seinen Feldzug gegen die Abstammungslehre Charles Darwins, dem von Ihnen so genannten 'Evolutionismus'
.[9]

Literaturangaben:
[1]vergl. :„Der grosse Brockhaus“, Wikipedia, „One Discipline 4 Ways“

[2]vergl. und übernommen http://home.tiscalinet.ch/biografien/biografien/darwin.htm
[3]vergl.: Wikipedia,
[4]+[5] vergl. :Wikipedia, „Der grosse Brockhaus“
Fischer Hans, Beer Bettina: Ethnologie Einführung und Überblick
[6] verg:.“One Discipline 4 Ways”, Prof.Gingrich VO, übernommen:Wikipedia- Evolutionismus
[7]+[8] Wikipedia -Neoevolutionismus, Brockhaus,
Fischer Hans, Beer Bettina: Ethnologie Einführung und Überblick
[9] www.geo.de

Friday, October 28, 2005

sodala

mal einen ersten post, damit die seite online geht!!